Wie du einen Produktlaunch in sechs Tagen aufbaust, ohne das Produkt am ersten Tag zu zeigen. Mit Ablauf, Bildideen für jeden Tag und einem Beispiel mit sechs erfundenen Marken.

Eine Teaser-Kampagne baut Neugier auf, bevor das Produkt zu sehen ist: Spur, Schatten, Detail, Blick, Enthüllung und Unboxing, ein Tag pro Schritt. Mit KI-Produktbildern lässt sich die ganze Folge planen, bevor das Produkt fotografiert werden kann.
Ein neues Produkt ist fertig, und am liebsten würdest du es sofort zeigen. Verständlich. Nur ist ein einzelner Launch-Post schnell weggescrollt. Eine Teaser-Kampagne macht es umgekehrt: Sie zeigt zuerst fast nichts und baut über mehrere Tage Neugier auf. Am Tag der Enthüllung warten die Leute dann schon. In diesem Ratgeber zeigen wir dir den Ablauf, den wir dafür nutzen, am Beispiel unserer freien Studie mit sechs erfundenen Marken.
Warum ein Launch mit Teasern besser funktioniert
Neugier ist stärker als jede Produktbeschreibung. Wer am ersten Tag nur eine Spur sieht, will wissen, was dahintersteckt, und kommt am nächsten Tag wieder. Jeder Post erzählt ein Stück mehr, die Kommentare beginnen zu raten, und das Produkt bekommt eine kleine Geschichte, bevor es überhaupt zu kaufen ist.
Wichtig ist, dass alle Teaser aus derselben Bildwelt kommen. Licht, Farben und Materialien müssen von Tag eins an zum Produkt passen. Sonst wirkt die Enthüllung wie ein Bruch statt wie die Auflösung.

Die sechs Tage im Überblick
- Tag 1, die Spur: ein Name im Sand, ein Abdruck, eine Ahnung.
- Tag 2, der Schatten: eine Form, aber noch kein Produkt.
- Tag 3, das Detail: eine Nahaufnahme, bei der die Textur verkauft.
- Tag 4, der Blick: halb zu sehen, die Kommentare starten.
- Tag 5, die Enthüllung: das Hero-Bild, das alle speichern.
- Tag 6, das Unboxing: Die Schachtel geht auf, der Link geht live.
Für unsere Studie haben wir diesen Ablauf gleich sechsmal durchgespielt: mit Sérune, einer Gesichtscreme, Auvra, einem Parfum, Nombe, einer Duftkerze, Elvor, einem Repair-Shampoo, Minoa, einer Zahnpasta, und Morva, einer Kaffeerösterei. Alle Marken sind erfunden, alle Bilder mit KI entstanden.

Deine Teaser-Woche
Tag 1 und 2: Spur und Schatten
Am Anfang zeigst du die Welt, nicht das Produkt. Beim Parfum ist es zerknittertes Seidenpapier mit einem eingeprägten Namen, bei der Kerze ein Lichtschein auf Wachs. Der Schatten am zweiten Tag verrät die Silhouette. Wer genau hinschaut, ahnt die Form, mehr nicht.
Diese ersten Bilder sind die schwierigsten, weil sie ohne Produkt funktionieren müssen. Ein klarer Bildausschnitt, wenig Text und eine starke Stimmung helfen. Ein kurzer Satz in der Caption reicht, etwa: «Etwas Neues kommt.»
Tag 3 und 4: Detail und Blick
Jetzt wird es konkret. Das Detail zeigt, was dein Produkt besonders macht: die Textur einer Creme, geriffeltes Glas, Schaum auf nassem Glas. Am vierten Tag kommt der halbe Blick, etwa hinter Milchglas oder angeschnitten im Licht. Das ist der Moment, in dem die meisten Kommentare kommen, weil alle raten wollen.

Tag 5 und 6: Enthüllung und Unboxing
Am fünften Tag zeigst du das Produkt ganz, im besten Licht und mit Platz für den Namen. Dieses Hero-Bild nutzt du später auch für Website, Onlineshop und Werbung. Am sechsten Tag folgt das Unboxing: Die Verpackung geht auf, der Link ist live. Jetzt darf die Caption verkaufen.
Ein Tipp: Bereite für jeden Tag zusätzlich ein Story-Format vor. Mit einem Countdown-Sticker in den Stories erinnerst du die Leute daran, am Launch-Tag wieder vorbeizuschauen.
Wie KI die Teaser-Phase möglich macht
Das Dilemma kennen viele: Die Teaser sollen laufen, bevor das Produkt fotografiert werden kann, oft noch bevor die finale Verpackung da ist. Mit KI-Produktbildern lässt sich die ganze Folge vorher planen und gestalten. Aus einem einzigen Packshot entstehen Bildwelt, Teaser und Hero-Bild, alles in derselben Lichtstimmung.
Wie das in der Praxis aussieht und was dabei erlaubt ist, liest du auch in unserem Ratgeber zu Spec Ads mit KI. Wenn du deinen eigenen Launch planen willst, findest du alles zu KI-Bildern und KI-Videos für deine Marke auf unserer Leistungsseite.

Was du vor dem Start klären solltest
- Welche Details deines Produkts müssen exakt stimmen: Form, Farbe, Etikett, Material?
- Welche Stimmung passt zu deiner Marke, und in welchen Farben bleibt die ganze Folge?
- Wann ist der Launch-Tag, und ist der Link bis dann wirklich live?
- Welche Formate brauchst du pro Tag: Post, Story, Reel, Website?
- Wer beantwortet die Kommentare, wenn das Raten beginnt?
Mit diesen Antworten wird aus sechs Bildern eine Geschichte, auf deren Ende sich die Leute freuen.

