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KI

Ein KI-Video ist kein Spielfilm auf Knopfdruck. Für kurze Clips in Feed, Website und Kampagne ist es aber ein starkes Werkzeug. So planst du es, ob du es selbst versuchst oder erstellen lässt.

Von wild & co.4 Min. LesezeitAktualisiert:
Aufblasbares Liegebett in Braun und Creme mit Logo Pool Theory am Rand eines Pools im Sonnenlicht, aus unserer erfundenen KI-Produktwelt
The short answer

KI-Videos eignen sich für kurze Clips: Bewegung im Produktbild, Stimmungen, Loops und Szenen, die man schlecht drehen kann. Plane zuerst die Standbilder, dann die Bewegung, und schneide am Schluss mit Ton und Untertiteln. Lange Geschichten, Dialoge und exakte Produktdetails bleiben schwierig.

Ein Bild bewegt sich, Stoff weht, Licht wandert über eine Flasche, eine Person dreht sich zur Kamera. Genau solche kurzen Momente machen KI-Videos heute möglich, ohne Set, ohne Drehtag und ohne Reise. Gleichzeitig sieht man im Feed viele Clips, die zappeln, verschwimmen oder einfach nach KI aussehen. Der Unterschied liegt selten im Tool. Er liegt in der Planung: Was soll sich bewegen, wie lange, und wozu?

Was ist ein KI-Video?

Ein KI-Video entsteht ganz oder teilweise mit einem generativen Modell. Es gibt zwei Wege. Beim Text-zu-Video beschreibst du eine Szene, und das Modell erzeugt den Clip. Beim Bild-zu-Video gibst du ein Standbild vor, und das Modell bringt es in Bewegung. Für Marken ist der zweite Weg fast immer der bessere, weil das Standbild Licht, Farben, Produkt und Bildausschnitt festlegt, bevor sich etwas bewegt. Ein KI-Clip dauert meist nur wenige Sekunden. Längere Videos entstehen, indem mehrere Clips geschnitten und mit Ton, Text und Übergängen verbunden werden.

Wofür sich KI-Videos eignen

Am stärksten sind KI-Videos dort, wo kurze Bewegung mehr erzählt als ein Foto und wo ein echter Dreh zu aufwendig wäre:

  • Bewegte Produktbilder: Ein Deckel öffnet sich, Creme glänzt im Licht, ein Getränk perlt.
  • Stimmungsclips und Loops für Website-Header, Stories und Reels.
  • Szenen, die man schlecht drehen kann: ein Strand im Winter, ein Raum, den es nicht gibt, ein Wechsel der Jahreszeiten.
  • Teaser für einen Launch, bevor das echte Produkt fotografiert ist.
  • Animierte Varianten bestehender Kampagnenbilder, damit Feed und Anzeigen nicht stillstehen.
  • Erste Ideen und Moodfilme, um eine Richtung zu prüfen, bevor ein echter Dreh geplant wird.
Person in hellem Leinen trägt eine Kühltasche am Pool vorbei, im Hintergrund Liegering und Schirm
Eine Szene, die man schlecht drehen kann: Pool, Licht und Produkt aus unserer erfundenen KI-Produktwelt Pool Theory.
The working edit / 29

Deine KI-Video-Shotlist

Eine Zeile pro Frage reicht. Daraus wird deine Shotlist für das erste KI-Video.

Deine Notizen bleiben in diesem Tab. Lade sie vor dem Schliessen herunter. Hier wird nichts an uns gesendet.

Wo KI-Videos an Grenzen stossen

Ehrlich gesagt: Vieles, was in Demos beeindruckt, ist im Alltag noch schwierig. Lange zusammenhängende Geschichten mit denselben Figuren brauchen viel Nacharbeit, weil Gesichter, Kleidung und Hände von Clip zu Clip abweichen können. Sprechende Personen mit sauberer Lippenbewegung, Schrift im Bild und exakte Produktdetails wie Etiketten oder Logos sind fehleranfällig. Auch Hände und schnelle Bewegungen verraten KI oft zuerst. Für eine Anleitung, ein Interview oder ein Video, in dem echte Menschen aus deinem Team sprechen, ist ein echter Dreh deshalb meist die bessere Wahl. Wann echte Aufnahmen sinnvoller sind, liest du auch im Ratgeber KI-Bilder für Unternehmen.

Gut geeignet: Bewegte Produktbilder, Stimmungen & Loops, Teaser vor dem Launch. Mit Nacharbeit: Mehrere Szenen, Gleiches Gesicht, Hände & Bewegung. Lieber echt drehen: Interviews, Anleitungen, Dein echtes Team
Je kürzer der Clip und je klarer die Bewegung, desto besser funktioniert KI. Wo echte Menschen sprechen, lohnt sich ein echter Dreh.

Vom Standbild zum Clip: so läuft es ab

Ein gutes KI-Video beginnt nicht mit Bewegung, sondern mit einem guten Bild. Zuerst klären wir Ziel, Kanal und Format, etwa ein Reel im Hochformat oder einen ruhigen Loop für die Website. Dann entsteht eine Shotlist: welche Szenen, in welcher Reihenfolge, mit welcher Bewegung. Für jede Szene wird zuerst ein Standbild gestaltet und so lange verfeinert, bis Licht, Produkt und Ausschnitt stimmen. Wie das bei Lifestyle-Bildern aussieht, zeigt unser Ratgeber KI-Fotoshooting. Erst dann wird jedes Bild animiert, meist in mehreren Versuchen pro Szene. Die besten Clips kommen in den Schnitt, wo Musik, Geräusche, Text und Untertitel dazukommen.

Standbild: Licht, Produkt, Ausschnitt. Bewegung: Eine Bewegung pro Clip. Schnitt: Ton, Text, Formate
Erst wenn das Standbild stimmt, lohnt sich die Animation. Ton und Untertitel machen aus Clips ein Video.

Bewegung beschreiben: weniger ist mehr

Der häufigste Fehler ist zu viel Bewegung. Wenn sich Kamera, Person, Haare, Licht und Hintergrund gleichzeitig bewegen, wirkt der Clip unruhig und künstlich. Besser ist eine Hauptbewegung pro Clip: Die Kamera fährt langsam heran, oder der Stoff bewegt sich im Wind, oder eine Hand greift nach dem Produkt. Beschreibe Bewegungen so, wie eine Kamerafrau sie beschreiben würde: langsamer Zoom, seitliche Fahrt, Kamera steht still. Und plane Clips, die gut beginnen und gut enden, damit sie sich im Schnitt verbinden oder als Loop wiederholen lassen.

Hand öffnet eine gelbe Dose hand butter Vanilla, darin die cremige Butter mit eingeprägtem Logo
Ein Standbild aus unserer KI-Kampagne hand butter. Eine Hand, die einen Deckel öffnet, ist eine typische Bewegung für einen kurzen Clip.

Formate, Ton und Untertitel

Lege das Format vor der Produktion fest. Für Reels, Stories und TikTok brauchst du Hochformat, für Website-Header meist Querformat, für Feed-Posts oft ein Format dazwischen. Ein Bild nachträglich zu beschneiden, kostet oft genau das Detail, das wichtig war. Viele schauen Videos ohne Ton, darum gehören die wichtigsten Aussagen als Text oder Untertitel ins Bild. Musik und Geräusche machen den Unterschied zwischen einem bewegten Bild und einem kleinen Film. Achte darauf, dass du für Musik die nötigen Rechte hast, und nutze auf Social Media im Zweifel die Musikbibliothek der Plattform.

Rechte, Kennzeichnung und Vertrauen

Bei KI-Videos gelten dieselben Grundsätze wie bei KI-Bildern. Verwende keine echten Personen, Marken oder Werke ohne Erlaubnis. Wenn du ein bestehendes Foto einer Person animieren möchtest, braucht es ihr Einverständnis. Prüfe die Nutzungsbedingungen des Tools für die kommerzielle Verwendung. Und sei offen: Plattformen wie Instagram kennzeichnen KI-Inhalte teilweise selbst, und viele Marken schreiben es freiwillig dazu. Gerade bei Produkten gilt, dass das Video zeigen muss, was die Kundschaft auch bekommt. Eine Creme, die im Clip anders aussieht als in der Dose, kostet Vertrauen. Mehr zu realistischen Produktwelten liest du im Ratgeber KI-Produktbilder.

Selbst machen oder erstellen lassen?

Für einen einzelnen Clip oder eine erste Idee reichen gängige Tools und etwas Geduld. Aufwendig wird es, wenn mehrere Clips zusammenpassen sollen, wenn dasselbe Gesicht oder Produkt in jeder Szene gleich aussehen muss und wenn am Ende ein geschnittenes Video mit Ton, Text und Formaten für mehrere Kanäle entstehen soll. Dann lohnt sich ein Team, das Konzept, Standbilder, Animation und Schnitt zusammen denkt. Mit der Shotlist oben hältst du fest, was du brauchst. Bei wild & co. in Zürich entwickeln wir KI-Bilder und KI-Videos für Marken in der ganzen Schweiz, vor Ort oder remote.

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Good company. Bold ideas.wild & co.

Pictures that move.
No shoot day.

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