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Branding

Wie läuft es ab, wenn du ein Logo erstellen lässt? Was bestimmt die Kosten, welche Dateien und Rechte bekommst du? Inklusive Vorlage für dein Briefing.

Von wild & co.4 Min. LesezeitAktualisiert:
Skizzenpapier mit abstrakten Logo-Entwürfen, Bleistift, Transparentpapier und ein Holzstempel auf einem hellen Tisch im Fensterlicht. Redaktionelle Illustration.
The short answer

Kläre zuerst, ob du ein Logo oder ein ganzes Branding brauchst. Frag nach Entwürfen, Feedbackrunden, Varianten, Formaten und Rechten, und bring ein kurzes Briefing mit.

Du brauchst ein Logo. Vielleicht gründest du gerade, vielleicht hast du dein erstes Zeichen vor Jahren selbst gebastelt und es hält nicht mehr mit. Bevor du eine Offerte anfragst, lohnt sich ein kurzer Blick darauf, wie so ein Projekt abläuft, was den Preis bestimmt und was du am Schluss wirklich in den Händen hältst. Dann weisst du, wonach du fragen musst.

Logo oder ganzes Branding: was brauchst du?

Ein Logo ist das Zeichen, an dem man dich wiedererkennt. Ein Corporate Design ergänzt es um Farben, Schriften und Layouts. Branding geht noch einen Schritt weiter: Wofür stehst du, für wen bist du da, wie klingst du? Wenn dein Angebot klar ist und du vor allem ein sauberes Zeichen brauchst, reicht oft ein Logo-Projekt. Wenn du aber noch nicht genau weisst, wen du erreichen willst, startet ein Logo auf wackligem Boden. Dann lohnt es sich, zuerst die Richtung zu klären.

Logo: Zeichen & Wortmarke, Varianten & Farben, Dateien & Favicon. Corporate Design: Farbpalette, Schriften, Layouts & Vorlagen. Branding: Positionierung, Zielgruppe, Sprache & Haltung
Das Logo ist ein Teil des Ganzen. Wenn du weisst, welche Ebene dir fehlt, fragst du die passende Leistung an.

Logo erstellen lassen: so läuft es ab

Am Anfang steht ein Briefing. Du erzählst, was du machst, für wen und wo das Logo später überall auftauchen soll. Danach entwickelt das Studio eine oder mehrere Entwurfsrichtungen. Du gibst Rückmeldung, eine Richtung wird ausgewählt und verfeinert. Zum Schluss wird das Logo reingezeichnet: Abstände, Strichstärken und kleine Grössen werden geprüft, bevor alle Dateien exportiert werden. Frag vorher, wie viele Richtungen und Feedbackrunden vorgesehen sind. Das klärt Erwartungen auf beiden Seiten.

Briefing: Angebot, Orte, Termin. Entwürfe: Richtungen & Feedback. Reinzeichnung: Varianten & Formate
Drei Etappen, die fast jedes Logo-Projekt durchläuft. Frag nach, wie viele Richtungen und Runden vorgesehen sind.
The working edit / 17

Dein Logo-Briefing

Notier zu jeder Frage ein, zwei Sätze. Daraus wird dein Briefing für das erste Gespräch.

Deine Notizen bleiben in diesem Tab. Lade sie vor dem Schliessen herunter. Hier wird nichts an uns gesendet.

Was kostet es, ein Logo erstellen zu lassen?

Eine seriöse Zahl gibt es erst, wenn der Umfang klar ist. Die Preise gehen weit auseinander, weil hinter dem Wort «Logo» sehr unterschiedliche Arbeit stecken kann. Diese Punkte bestimmen den Aufwand am stärksten:

  • Vorarbeit: Gibt es ein Gespräch, eine kurze Recherche oder ein Moodboard?
  • Entwürfe: Wie viele Richtungen werden gezeigt und wie viele Runden verfeinert?
  • Art des Logos: Eine Wortmarke ist anders aufgebaut als ein gezeichnetes Bildzeichen.
  • Varianten: Brauchst du ein Quer- und ein Hochformat, ein kurzes Zeichen, ein Favicon?
  • Schrift: Kommt eine Lizenz für die Logo-Schrift dazu oder wird sie angepasst?
  • Übergabe: Gibt es nur Dateien oder auch eine kurze Anleitung zur Anwendung?

Wenn du zwei Offerten vergleichst, leg diese Liste daneben. Wie du ein ganzes Branding-Budget aufschlüsselst, liest du in unserem Artikel zu den Branding-Kosten in der Schweiz.

Was du am Ende bekommst: Varianten, Formate und Regeln

Ein Logo ist mehr als eine Datei. Du brauchst Varianten für verschiedene Orte: eine Hauptversion, eine kompakte Version für kleine Flächen und meist ein Profilbild für Social Media. Dazu Farbversionen: farbig, schwarz, weiss für dunkle Hintergründe. Bei den Formaten ist SVG der Standard fürs Web, weil es als Vektor ohne Qualitätsverlust skaliert. PDF eignet sich für Druckereien, PNG mit transparentem Hintergrund für Präsentationen und Office. Druckdaten brauchen oft CMYK, Bildschirme RGB oder HEX-Werte. Ein Favicon für den Browser-Tab gehört ebenfalls dazu. Und ein kurzes Regelblatt: Mindestgrösse, Schutzzone, Farbwerte und was man mit dem Logo besser nicht macht.

Nutzungsrechte und Markenprüfung

Klär schriftlich, welche Rechte du am Logo bekommst. Darfst du es zeitlich und räumlich unbeschränkt nutzen? Darfst du es später verändern oder von jemand anderem weiterentwickeln lassen? Bekommst du die offenen Arbeitsdateien? Das gehört in die Offerte oder den Vertrag. Ein zweiter Punkt: Ein Logo ist nicht automatisch eine geschützte Marke. Ob ein ähnliches Zeichen schon eingetragen ist, kannst du in den Registern des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum recherchieren. Für eine verlässliche Einschätzung und eine Anmeldung holst du dir am besten Rat bei einer Fachperson.

Online-Generatoren und KI-Tools liefern in Minuten Ideen. Für einen ersten Eindruck, ein Nebenprojekt oder um eigene Vorlieben herauszufinden, kann das hilfreich sein. Die Unterschiede liegen im Detail. Generatoren arbeiten oft mit Vorlagen und Symbolen, die auch andere nutzen. KI-Bilder sind meist Pixelgrafiken, die erst als sauberer Vektor nachgebaut werden müssen. Welche Rechte du am Ergebnis hast, regeln die Bedingungen des jeweiligen Tools, und ein generiertes Zeichen kann bestehenden Marken ähneln. Beim Logo Design durch eine Person kommt dazu, dass jemand fragt, wofür das Zeichen da ist, und es für deine Anwendungen testet. Es ist keine Frage von gut oder schlecht, sondern davon, was du brauchst.

So briefst du deine Designerin oder deinen Designer

Ein gutes Briefing muss nicht lang sein. Schreib auf, was du anbietest und für wen. Nenne drei Eigenschaften, die man spüren soll, und eine, die auf keinen Fall passt. Liste die Orte auf, an denen das Logo erscheinen wird: Website, Instagram, Schaufenster, Stempel, Fahrzeug. Sammle zwei, drei Beispiele, die dir gefallen, und sag dazu, warum. Und nenne Termin und Budgetrahmen. Ein erfundenes Beispiel: «Ich eröffne ein Velo-Café in Winterthur. Gemütlich, handwerklich, nicht hip. Das Logo muss aufs Schild, auf Becher und auf Instagram.» Bei wild & co. starten wir mit genau solchen Sätzen. Notiere deine Antworten im Planer auf dieser Seite, dann hast du dein Briefing beisammen.

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