Logo, Markenstrategie oder kompletter Auftritt? Welche Leistungen den Aufwand bestimmen und wie du Branding-Offerten sinnvoll vergleichst. Mit eigener Umfangsliste.

Vergleiche den vereinbarten Projektumfang, nicht nur die Endsumme. Markenstrategie, Anwendungen, Feedback und externe Kosten bestimmen, was eine Offerte tatsächlich abdeckt. Eine pauschale Schweizer Preisliste wäre ohne diesen Kontext wenig hilfreich.
Erst die Aufgabe, dann der Preis
Eine Offerte für ein Logo lässt sich nicht mit einem vollständigen Markenauftritt vergleichen. Vielleicht steht deine Positionierung bereits fest und du brauchst ein Designsystem. Vielleicht wirkt das Design uneinheitlich, weil Angebot und Zielgruppe noch unklar sind. Notiere zuerst, welches Problem gelöst werden soll. So kaufst du eine passende Aufgabe ein, statt viele Dateien zu sammeln, die im Alltag wenig verändern.
Diese Bausteine beeinflussen den Umfang
Die Arbeit beginnt oft vor der ersten Gestaltung: Material sichten, Menschen und Angebot verstehen, eine Richtung formulieren. Danach folgen Entwurf, Auswahl, Ausarbeitung und die konkreten Anwendungen. Wenn du ein kleines Startpaket brauchst, benenne genau diese erste Ausbaustufe. Ein umfangreiches Handbuch ist kein Selbstzweck; es muss zu den Menschen passen, die später damit arbeiten.
- Strategie: Ausgangslage, Zielgruppe, Positionierung und Botschaften.
- Identität: Logovarianten, Typografie, Farbrollen und Bildrichtung.
- Anwendung: Website, Präsentation, Verpackung oder Social-Media-Vorlagen.
- Übergabe: Dateiformate, Gestaltungsregeln und Einführung ins System.
Dein Offertenvergleich
Zwei Offerten auf denselben Nenner bringen
Lege die gewünschten Ergebnisse nebeneinander. Ein erfundenes Beispiel: Angebot A nennt ein Logo und drei Dateiformate. Angebot B enthält zusätzlich einen Workshop, eine kleine Identitätsfamilie und Präsentationsvorlagen. Der höhere Betrag sagt deshalb noch nichts über ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Frage nach fehlenden Positionen, statt sie stillschweigend als enthalten anzunehmen. Die Vergleichsliste unten hilft dir, genau diese Lücken festzuhalten.
Feedback und Zuständigkeiten sind Teil des Projekts
Wer sammelt Rückmeldungen? Wer entscheidet? Und worauf bezieht sich eine Feedbackrunde? Wenn fünf Menschen nacheinander neue Richtungen wünschen, verändert sich die Aufgabe. Vereinbart Meilensteine und einen gebündelten Rückmeldungsweg. Klärt auch, wie zusätzliche Anwendungen oder ein Richtungswechsel angeboten werden. Das macht den Prozess für beide Seiten besser planbar.
Externe Kosten und Nutzung separat prüfen
Schriften, Bildmaterial, Druck, Produktion, Hosting oder zusätzliche Fotografie sind nicht automatisch im Gestaltungshonorar enthalten. Lass dir zeigen, was bereits eingerechnet ist, wer externe Leistungen beauftragt und welche laufenden Kosten entstehen können. Kläre die vorgesehenen Nutzungen und die benötigten Arbeitsdateien schriftlich. Ob und welche Rechte vereinbart werden, gehört in die konkrete Offerte; dieser Artikel ersetzt keine Vertragsprüfung.
Mit einem klaren Startumfang ins Gespräch
Markiere deine Liste mit «zum Start», «später» und «noch offen». Sammle bestehende Materialien und nenne einen realistischen Termin sowie den verfügbaren Budgetrahmen. Eine Zahl ist kein Kreativitätskiller: Sie hilft, Prioritäten zu setzen. Wir klären mit dir Aufgabe, Ergebnisse und Zusammenarbeit, bevor wir ein Angebot machen. Ohne diese Informationen wäre ein öffentlicher Fixpreis für jedes Unternehmen eher ein Ratespiel als eine brauchbare Offerte.

