Was gehört zu Social Media Marketing? Ziel, Kanäle, Content, Community Management, Ads und Auswertung im Überblick. Plus: selbst machen, Agentur oder gemischt?

Social Media Marketing besteht aus mehreren Aufgaben: Ziel, Kanalwahl, Content, Rhythmus, Community Management, Werbung und Auswertung. Plane nach deiner echten Kapazität und entscheide dann, was dein Team behält und was du abgibst.
Alle sagen dir, du müsstest «mehr auf Social Media machen». Nur: Was heisst das konkret? Ein Post pro Woche? Reels? Werbung? Social Media Marketing ist mehr als der nächste Beitrag im Feed. Es besteht aus mehreren Aufgaben, die zusammenspielen, und nicht alle davon musst du selbst erledigen. Hier bekommst du den Überblick und am Ende eine klare Vorstellung, womit du anfängst und was du abgeben könntest.
Was gehört zu Social Media Marketing?
Wenn wir mit Unternehmen über Social Media sprechen, landen wir fast immer bei denselben Bausteinen. Manche davon fallen sofort auf, andere passieren im Hintergrund und werden gern vergessen. Gerade die stillen Aufgaben entscheiden aber oft, ob ein Kanal nach drei Monaten noch lebt.
- Ziel und Zielgruppe: Was soll der Kanal bewirken, und für wen?
- Kanalwahl: wo du startest und wo du bewusst nicht dabei bist.
- Content: Themen, Formate, Texte, Bilder und Videos.
- Rhythmus: ein Redaktionsplan, den ihr wirklich einhalten könnt.
- Community Management: Kommentare, Nachrichten, Rückfragen.
- Werbung: bezahlte Anzeigen als Ergänzung, nicht als Ersatz.
- Auswertung: schauen, was funktioniert, und daraus lernen.
Ziel, Zielgruppe und Kanäle festlegen
Am Anfang steht eine einfache Frage: Was soll sich durch Social Media für dein Business verändern? Mehr passende Anfragen, Bewerbungen für offene Stellen, ein neues Angebot bekannter machen? Ein Ziel reicht für den Start. Danach beschreibst du die Menschen, die du erreichen willst, möglichst konkret. Eine Physiotherapiepraxis spricht anders mit Patientinnen als mit zuweisenden Ärzten. Erst dann wählst du die Kanäle. Wie du zwischen Instagram, LinkedIn und TikTok entscheidest, liest du ausführlich im Artikel zur passenden Plattform. Die Kurzfassung: lieber ein Kanal, den du gut betreust, als drei halbe.
Deine Social-Media-Aufteilung
Content-Formate: Posts, Reels, Stories und LinkedIn
Jedes Format hat eine eigene Aufgabe. Ein Bild- oder Karussell-Post erklärt etwas in Ruhe und wird gern gespeichert. Ein Reel zeigt Bewegung, Menschen und Abläufe und kann auch Leute erreichen, die dir noch nicht folgen. Stories sind spontaner: ein Blick hinter die Kulissen, eine Umfrage, ein Hinweis auf einen neuen Beitrag. Auf LinkedIn zählen eher Text, Haltung und Fachwissen, oft von einer Person statt vom Firmenprofil. Damit dir die Ideen nicht ausgehen, legst du ein paar feste Themen fest, sogenannte Content-Säulen. Wie du diese aus den Fragen deiner Kundschaft entwickelst, zeigt der Artikel zur Social-Media-Strategie.
Produktionsrhythmus und Community Management
Der häufigste Fehler ist ein Plan, der nur in einer ruhigen Woche aufgeht. Rechne ehrlich: Ein Reel braucht Idee, Text, Dreh, Schnitt und Veröffentlichung. Danach kommen Kommentare und Nachrichten. Viele Teams fahren gut damit, Inhalte gebündelt zu produzieren, zum Beispiel an einem halben Tag pro Monat, und sie dann zu planen. Leg auch fest, wer auf Kommentare und Direktnachrichten antwortet, wie schnell ihr reagieren wollt und wie ihr mit Kritik umgeht. Community Management ist kein Nebenjob für zwischendurch. Hier merken Menschen, ob hinter dem Profil jemand zuhört.
Social Ads und Auswertung: Was du wirklich messen solltest
Bezahlte Anzeigen können Inhalte gezielt zu Menschen bringen, die dich noch nicht kennen. Sie funktionieren aber besser, wenn du schon weisst, welche Themen ankommen. Starte deshalb mit organischem Content und nutze Werbung als Verstärkung. Das Werbebudget kommt zur Produktion dazu. Prüf bei Musik und Bildern, ob du sie auch für Werbung verwenden darfst; die Bedingungen der Plattformen und Lizenzen sind dafür massgebend. Bei der Auswertung hilft Reichweite allein wenig. Schau lieber auf Speicherungen, Weiterleitungen, Nachrichten, Profilbesuche, Klicks und vor allem Anfragen. Frag neue Kundschaft einfach: «Wie bist du auf uns gekommen?»
Selbst machen, Social Media Agentur oder gemischt?
Es gibt keine richtige Antwort für alle, aber drei sinnvolle Modelle. Machst du alles selbst, bleibst du nah dran und sparst Agenturkosten, brauchst aber Zeit, Routine und jemanden, der dranbleibt. Gibst du alles an eine Social Media Agentur ab, gewinnst du Zeit und eine Aussensicht. Ganz ohne dich geht es trotzdem nicht: Einblicke, Freigaben und Material kommen von dir. Oft passt eine Mischung am besten. Ein erfundenes Beispiel: Ein Café behält Stories und Antworten im Team, weil dort der Alltag passiert. Strategie, Reels und Fotos kommen von aussen.
Was eine Social Media Betreuung umfasst
Unter «Social Media Betreuung» versteht jede Agentur etwas anderes. Lass dir deshalb auflisten, was wirklich drin ist. Typische Bausteine sind:
- Strategie, Content-Säulen und Redaktionsplan.
- Texte, Gestaltung von Posts und Vorlagen.
- Foto- und Videoproduktion, inklusive Reels.
- Planung und Veröffentlichung.
- Community Management im vereinbarten Umfang.
- Regelmässige Auswertung und Anpassung.
- Optional: Einrichtung und Betreuung von Anzeigen.
Bei wild & co. klären wir genau das im ersten Gespräch: was dein Team behalten will und wo wir übernehmen. Notier dir vorher dein Ziel, deinen Startkanal, die Zeit, die ihr realistisch habt, und die Aufgaben, die du am liebsten abgeben würdest. Mit diesen vier Punkten kannst du Angebote vergleichen oder selbst sauber loslegen.

