Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen? Hier erfährst du, was den Preis bestimmt, welche laufenden Kosten dazukommen und wie du Offerten fair vergleichst.

Der Preis einer Website folgt Inhalt, Gestaltung und Funktionen. Kläre Seiten, Texte, Bilder, CMS, Sprachen und laufende Kosten, und schick allen Anbietern dieselbe Anfrage. So werden Offerten vergleichbar.
Du willst eine Website erstellen lassen und fragst zuerst: Was kostet das? Verständlich. Nur bekommst du auf diese Frage drei Offerten, die so weit auseinanderliegen, dass du an allen zweifelst. Meistens liegt das nicht an Fantasiepreisen, sondern daran, dass jede Agentur etwas anderes offeriert hat. Eine Website ist kein Produkt ab Stange. Sie ist eine Sammlung von Entscheidungen. Wenn du diese Entscheidungen kennst, kannst du Preise einordnen und Offerten fair vergleichen.
Wovon die Kosten einer Website abhängen
Ob kleine Homepage für dein Atelier oder Auftritt für ein Unternehmen mit mehreren Standorten: Der Preis setzt sich aus Inhalt, Gestaltung und Technik zusammen. Wie viele Seiten braucht es? Wer schreibt die Texte, woher kommen die Bilder? Wird das Design für dich entwickelt oder ein bestehendes Template angepasst? Und was soll die Website können, ausser gut aussehen? Jede dieser Fragen verschiebt den Aufwand. Deshalb findest du hier keine Preisliste, sondern die Punkte, die den Preis tatsächlich bewegen.
Seiten, Texte und Fotos: der Inhalt bestimmt den Aufwand
Die Anzahl Seiten ist der offensichtlichste Faktor, aber nicht der einzige. Eine Startseite, ein Angebot, ein «Über uns» und ein Kontakt sind schnell aufgezählt. Aufwendig wird es, wenn jede Dienstleistung eine eigene Seite bekommt oder ein Blog geplant ist. Mindestens so wichtig: Wer liefert den Inhalt? Bringst du fertige Texte mit, ist das eine andere Ausgangslage, als wenn die Agentur Texte schreibt oder bestehende überarbeitet. Bei Bildern genauso: eigene Fotos, ein Shooting, Stockbilder oder KI-Bilder. Unterschätzt wird oft die Zeit, bis Inhalte freigegeben sind. Fehlende Texte sind einer der häufigsten Gründe, warum Projekte stocken.
Dein Website-Plan
Individuelles Webdesign oder Template?
Ein gutes Template kann für einen ersten Auftritt völlig reichen. Es ist schneller umgesetzt, und viele Fragen sind bereits gelöst. Dafür siehst du vielleicht aus wie andere, und Sonderwünsche passen nicht immer ins Raster. Ein individuelles Design entsteht für deine Marke: Layout, Typografie, Bildsprache und Details werden auf dich abgestimmt. Das braucht mehr Konzept, Entwürfe und Abstimmung. Frag dich ehrlich: Soll die Website vor allem informieren, oder ist sie ein zentraler Teil deiner Marke? Beides ist legitim. Wichtig ist, dass die Offerte klar sagt, welcher Weg gemeint ist.
Funktionen: CMS, Mehrsprachigkeit, Shop und Buchung
Jetzt wird es technisch, und hier verstecken sich viele Unterschiede. Willst du Texte und Bilder selbst ändern können, braucht es ein CMS und eine kurze Einführung. Eine zweite Sprache bedeutet nicht nur Übersetzung, sondern doppelte Pflege und saubere Technik dahinter. Ein Shop oder eine Online-Buchung bringt Zahlungsarten, rechtliche Seiten und Tests mit sich. Und SEO-Grundlagen wie Seitentitel, Beschreibungen, Struktur und Ladezeit sollten von Anfang an mitgedacht werden.
- CMS: Welche Inhalte kannst du später selbst bearbeiten, und gibt es eine Einführung?
- Sprachen: Wie viele, und wer übersetzt und pflegt die Texte?
- Shop oder Buchung: Wie viele Produkte oder Angebote, welche Zahlungsarten?
- Formulare und Anbindungen: Newsletter, Kalender, CRM oder andere Tools?
- SEO-Grundlagen: Titel, Beschreibungen, Struktur, Ladezeit und Weiterleitungen alter Seiten.
- Rechtliches: Impressum und Datenschutz. Die Details klärst du mit einer Fachperson.
Laufende Kosten: Hosting, Domain, Lizenzen und Wartung
Mit dem Launch ist die Rechnung nicht fertig. Domain und Hosting kosten jährlich oder monatlich. Website-Baukästen, Premium-Themes, Plugins, Schriften oder Buchungstools haben oft eigene Abos. Dazu kommen Updates, Sicherheit, Backups und kleine Anpassungen. Frag nach, welche dieser Kosten in der Offerte stehen und welche du direkt bei Anbietern bezahlst. Und auf wessen Namen Domain und Konten laufen. Am besten auf deinen.
Website erstellen lassen: so bekommst du vergleichbare Offerten
Vergleichbare Offerten beginnen mit einer vergleichbaren Anfrage. Schick allen Anbietern dieselbe kurze Beschreibung: Was ist das Ziel der Website? Welche Seiten brauchst du ungefähr? Was hast du schon an Texten, Fotos und Logo? Welche Funktionen sind ein Muss, welche wären schön? Bis wann soll die Seite online sein? Nenn ruhig einen Budgetrahmen. Das ist kein Nachteil, sondern hilft beim Priorisieren. Ein erfundenes Beispiel: Offerte A umfasst fünf Seiten mit deinen Texten, Offerte B dieselben Seiten inklusive Texten und Shooting. Der höhere Betrag sagt dann wenig über den Preis, aber viel über den Umfang.
Fragen, die du vor dem Entscheid stellen solltest
Geh jede Offerte Position für Position durch und notiere, was offen bleibt. Was nicht drinsteht, ist meistens auch nicht inklusive. Diese Fragen helfen dir dabei:
- Wie viele Feedbackrunden sind enthalten, und was gilt als Zusatzaufwand?
- Wer erstellt Texte und Bilder, und bis wann muss ich was liefern?
- Auf welchem System läuft die Website, und kann ich später wechseln?
- Was passiert nach dem Launch: Wartung, Support und Änderungen?
- Welche laufenden Kosten kommen auf mich zu, und wem gehören Domain und Zugänge?
Bei wild & co. in Zürich klären wir genau das vor jeder Offerte: Ziel, Umfang und was zum Start wirklich fertig sein muss. Mit dem Plan unten kannst du dasselbe für dich notieren. Damit gehst du in jedes Gespräch, ob mit uns oder jemand anderem, und bekommst Offerten, die du wirklich vergleichen kannst.
