Welche Bilder brauchst du für Website, LinkedIn und Social Media? Plane Verwendung, Motive, Kleidung und Ablauf vor dem Shooting. Mit eigener Shotlist.

Beginne mit den Orten, an denen deine Bilder eingesetzt werden. Daraus ergeben sich Formate, Bildausschnitte und Motive. Eine kurze, priorisierte Shotlist hilft mehr als ein Ordner voller unverbundener Posen.
Wo sollen die Bilder später arbeiten?
Ein breites Website-Titelbild braucht andere Freiflächen als ein enges Profilporträt. Auch Text über dem Bild, mobile Ausschnitte und quadratische Beitragsformate verändern die Aufnahme. Sammle zuerst deine wichtigsten Anwendungen. Notiere jeweils Format, Botschaft und den Platz für Text. Wenn die Website noch entsteht, nimm eine einfache Seitenkarte mit.
Aus Anwendungen wird eine überschaubare Shotlist
Plane Motive nach Aufgaben statt nur nach Posen. Ein Profilbild schafft Wiedererkennung, eine Arbeitsszene zeigt den Prozess und ein Detailbild kann eine Textpassage begleiten. Ein fiktives Beispiel: Eine selbstständige Beraterin benötigt ein Porträt, eine Gesprächssituation und ein ruhiges Querformat für die Startseite. Sie muss dafür nicht jede Minute des Arbeitstags nachstellen.
- Porträt: Gesicht und Persönlichkeit, mit geeignetem Ausschnitt.
- Tätigkeit: ein tatsächlicher Arbeitsschritt oder eine nachvollziehbare Situation.
- Umfeld: der Raum und die Materialien, die deine Arbeit prägen.
- Details und Freiraum: Hände, Werkzeuge und Platz für Gestaltung.
Deine Shooting-Prioritäten
Ort, Kleidung und Requisiten bewusst wählen
Wähle Dinge, die zu deiner Arbeit gehören und in denen du dich bewegen kannst. Stimme Farben und Muster mit deiner Bildwelt ab, ohne dich als lebendes Farbfeld zu verkleiden. Prüfe Licht, Zugänglichkeit und mögliche Störungen am Ort. Benötigst du Produkte, Ausdrucke oder Technik im Bild, bereite sie vor. Fremde Logos und vertrauliche Unterlagen sollten nicht versehentlich zum Hauptmotiv werden.
Prioritäten schaffen Luft für spontane Bilder
Kennzeichne die wenigen Motive, ohne die das Shooting sein Ziel verfehlt. Gruppiere Aufnahmen nach Raum, Licht oder Outfit, damit nicht ständig umgebaut werden muss. Plane Pausen und einen einfachen Ersatz bei schlechtem Wetter. Die Shotlist ist ein gemeinsames Arbeitsmittel, kein minutiöses Drehbuch. Wenn die Pflichtmotive stehen, bleibt Raum für Beobachtungen, die sich erst vor Ort ergeben.
Verwendung und Auswahl vorab besprechen
Klärt, wo die Bilder eingesetzt werden sollen, welche Auswahl und Bearbeitung vereinbart sind und wie die fertigen Dateien übergeben werden. Bei anderen erkennbaren Personen und fremden Orten müssen passende Freigaben organisiert werden. Lass sensible Bildinhalte und vorgesehene Nutzungen vor Veröffentlichung prüfen. Lege auch fest, wer aus der Bildauswahl entscheidet; zwanzig ähnliche Favoriten helfen der Startseite wenig.
Nach dem Shooting ist vor dem Einsatz
Ordne die ausgewählten Bilder ihren Anwendungen zu. Prüfe den mobilen Ausschnitt, die Lesbarkeit von darüberliegendem Text und die Dateigrösse für die Website. Bewahre die Originaldateien separat auf. Für Social Media lohnt es sich, nicht alles gleichzeitig zu veröffentlichen: Verbinde jedes Bild mit einer konkreten Frage oder Geschichte. Deine Shotlist unten wird damit zugleich zum kleinen Einsatzplan.

