Freisteller, Detail, Stimmungsbild oder Anwendung? Hier erfährst du, welche Produktfotos du für Onlineshop, Website und Social Media brauchst und wie du ein Shooting gut vorbereitest.

Gute Produktfotografie beginnt mit der Frage, wo die Bilder später gebraucht werden. Plane eine Mischung aus Freistellern, Details und Stimmungsbildern, halte Licht und Ausschnitte über alle Produkte gleich und kläre die Nutzungsrechte vor dem Shooting.
Im Laden kann man ein Produkt in die Hand nehmen, drehen, die Oberfläche spüren. Online übernehmen Fotos diese Aufgabe. Sie zeigen, wie gross etwas ist, aus welchem Material, wie es sich im Alltag macht. Und sie sagen viel über deine Marke, noch bevor jemand einen Satz gelesen hat. Darum lohnt es sich, Produktfotografie nicht als letzten Punkt auf der Liste zu behandeln, sondern sie zu planen wie jedes andere Projekt.
Wofür brauchst du die Produktfotos?
Bevor du über Licht und Hintergrund nachdenkst, schreib auf, wo die Bilder landen. Ein Onlineshop braucht pro Produkt mehrere klare Ansichten im gleichen Format. Eine Website-Startseite braucht wenige starke Bilder mit Platz für Text. Social Media will Hochformate und Abwechslung. Ein Marktplatz oder ein Händler hat eigene Vorgaben zu Hintergrund und Grösse. Je früher du das weisst, desto weniger Bilder musst du später anschneiden oder nachproduzieren.
Die wichtigsten Arten von Produktfotos
Fast jedes Produkt profitiert von einer Mischung. Diese Bildarten decken die meisten Bedürfnisse ab:
- Freisteller oder Packshot: das Produkt allein auf neutralem Hintergrund, für Shop und Kataloge.
- Ansichten: vorne, hinten, seitlich, offen und geschlossen, damit nichts überraschend ist.
- Details: Material, Naht, Verschluss, Etikett, alles, was Qualität zeigt.
- Grösse und Massstab: das Produkt neben einer Hand oder einem bekannten Gegenstand.
- Stimmungsbild: das Produkt in einer gestalteten Szene, die zu deiner Marke passt.
- Anwendung: das Produkt im Einsatz, damit man sich vorstellen kann, wie es sich anfühlt.
Bildsprache: Licht, Hintergrund und Stil festlegen
Einheitliche Produktfotos wirken ruhig und professionell, auch wenn sie an verschiedenen Tagen entstanden sind. Lege darum ein paar Regeln fest: Welche Lichtstimmung, hell und weich oder mit klaren Schatten? Welcher Hintergrund für Freisteller, welche Materialien und Farben für Szenen? Aus welchem Winkel und mit wie viel Abstand fotografierst du? Diese Entscheidungen gehören zur Bildsprache deiner Marke und am besten in deinen Styleguide. Mehr dazu, wie Farben und Bildsprache zusammenhängen, liest du in Corporate Design erstellen lassen.
Produktshooting planen: die Shotlist
Eine Shotlist ist die Liste aller Bilder, die am Ende des Tages im Kasten sein müssen. Pro Produkt notierst du, welche Ansichten, Details und Szenen du brauchst, in welchem Format und wofür. Dazu kommen Requisiten, Varianten wie Farben oder Grössen und alles, was vor dem Shooting vorbereitet werden muss: Etiketten gerade, Verpackung ohne Kratzer, Muster vollständig. Sortiere die Liste nach Aufbau statt nach Produkt. Alle Freisteller hintereinander zu fotografieren spart viel Zeit, weil Licht und Kamera gleich bleiben.
Selbst fotografieren oder Produktfotograf buchen?
Für einfache Freisteller und schnelle Social-Posts kommst du mit Tageslicht, einem ruhigen Hintergrund, einem Stativ und deinem Smartphone erstaunlich weit. Schwieriger wird es bei glänzenden Oberflächen, Glas, Schmuck oder sehr kleinen Produkten, bei grossen Serien, die exakt gleich aussehen müssen, und bei Stimmungsbildern, die deine Marke tragen sollen. Ein guter Mittelweg: Lass die Bildsprache und die wichtigsten Bilder professionell entstehen und fotografiere einfache Ergänzungen später selbst nach denselben Regeln.
Produktfotos mit KI ergänzen?
KI-Werkzeuge können Hintergründe erweitern, Szenen für Stimmungsbilder vorschlagen oder ein freigestelltes Produkt in eine neue Umgebung setzen. Das ist praktisch für Varianten und Social Media. Bei allem, was Kundinnen und Kunden zum Kauf nutzen, zählt aber Genauigkeit: Farbe, Form, Grösse und Details müssen dem echten Produkt entsprechen. Wo die Grenze liegt und worauf du bei Rechten achten solltest, erklären wir in KI-Bilder für Unternehmen.
Deine Shotlist für Produktfotos
Bildformate, Bearbeitung und Nutzungsrechte
Kläre vor dem Shooting, was du am Ende bekommst. Diese Punkte gehören in jede Abmachung, egal ob du mit einem Fotostudio oder einer Agentur arbeitest:
- Formate: Quer, Hoch, Quadrat und die Masse deines Shops oder Marktplatzes.
- Bearbeitung: Farbkorrektur, Retusche, Freistellen und wie viele Bilder pro Produkt.
- Dateien: hochaufgelöste Originale und für Web optimierte Versionen.
- Dateinamen: verständlich, mit Produktname, damit du sie wiederfindest.
- Nutzungsrechte: für welche Kanäle, Länder und wie lange du die Bilder verwenden darfst, auch für Werbung.
- Nachproduktion: wie neue Produkte später im gleichen Stil dazukommen.
Bei wild & co. in Zürich planen wir Produktfotos zusammen mit der Bildsprache deiner Marke, damit Shop, Website und Social Media zusammenpassen. Mehr dazu findest du bei Photo & Video. Mit der Shotlist oben kannst du dein nächstes Shooting vorbereiten, ob mit uns oder jemand anderem.

