Was gehört zu einem Corporate Design, wie entsteht es und was bekommst du am Ende in die Hand? Ein Überblick für alle, die ihren Auftritt einheitlich machen wollen.

Ein Corporate Design legt fest, wie deine Marke aussieht: Logo, Farben, Schriften, Bildsprache, Layouts und Vorlagen. Kläre zuerst, wo es überall gebraucht wird, und lass dir die Regeln in einem kurzen, praktischen Styleguide übergeben.
Die Website sieht anders aus als die Präsentation, die Präsentation anders als der Instagram-Feed, und auf der Visitenkarte steht noch das Logo von vor fünf Jahren. Das passiert fast allen, die gewachsen sind, ohne ein klares System zu haben. Ein Corporate Design löst genau das: Es legt fest, wie deine Marke aussieht, und zwar so, dass du und dein Team es im Alltag auch anwenden könnt.
Was ist ein Corporate Design?
Corporate Design ist das visuelle Erscheinungsbild deines Unternehmens. Es ist ein Teil der Corporate Identity, zu der auch Haltung, Sprache und Verhalten gehören. Das Logo ist dabei nur ein Element. Erst zusammen mit Farben, Schriften, Bildern und Layouts entsteht ein Auftritt, den man wiedererkennt, auch wenn das Logo gerade nicht zu sehen ist. Wenn du noch unsicher bist, wofür deine Marke steht und wen sie ansprechen soll, lohnt sich zuerst ein Blick auf die Positionierung. Mehr dazu liest du in unserem Artikel Warum Branding wichtig ist.
Die Bestandteile eines Corporate Designs
Welche Elemente du brauchst, hängt davon ab, wo deine Marke auftaucht. Ein Studio mit Website und Instagram braucht andere Vorlagen als ein Betrieb mit Fahrzeugen, Verpackungen und Messestand. Diese Bausteine gehören in den meisten Fällen dazu:
- Logo mit Varianten: horizontal, gestapelt, als kurzes Zeichen, hell und dunkel.
- Farbpalette mit klaren Rollen: Hintergrund, Text, Akzent, dazu die Werte für Print und Bildschirm.
- Schriften: eine für Titel, eine für Fliesstext, mit Grössen und Abständen.
- Bildsprache: Licht, Farben, Motive und Ausschnitte, die zu dir passen, und was du vermeidest.
- Grafische Elemente: Formen, Linien, Icons oder Muster, die den Auftritt erkennbar machen.
- Layouts und Raster: wie Seiten, Posts und Dokumente aufgebaut sind.
Corporate Design erstellen lassen: so läuft es ab
Am Anfang steht ein Gespräch über dein Angebot, deine Kundschaft und die Orte, an denen dein Auftritt funktionieren muss. Danach sammelt das Studio Referenzen und entwickelt eine oder mehrere gestalterische Richtungen, oft als Moodboard. Wie das bei uns aussieht, zeigen wir in So entsteht ein Moodboard. Ist die Richtung gewählt, entstehen Logo, Farben und Schriften. Dann folgt der Teil, der oft vergessen wird: das System an echten Anwendungen testen. Erst wenn eine Website-Startseite, ein Social-Post und ein Dokument mit den neuen Regeln gut aussehen, ist das Design wirklich fertig.
Der Styleguide: Regeln, die man im Alltag versteht
Ein Styleguide oder Corporate Design Manual hält fest, wie die Elemente verwendet werden. Er muss nicht hundert Seiten lang sein. Wichtiger ist, dass er die Fragen beantwortet, die im Alltag wirklich auftauchen: Welches Logo kommt auf dunklen Hintergrund? Wie gross ist der Schutzraum? Welche Farbe hat ein Button? Wie sieht ein Zitat-Post aus? Gute Styleguides zeigen deshalb nicht nur Regeln, sondern auch Beispiele, richtig und falsch nebeneinander. Und sie liegen dort, wo dein Team arbeitet, als PDF, als Seite oder direkt in deinen Design-Tools.
Vorlagen: wo dein Corporate Design jeden Tag arbeitet
Ein Corporate Design zahlt sich erst aus, wenn es benutzt wird. Darum gehören Vorlagen fast immer dazu. Welche du brauchst, zeigt ein Blick auf deine Woche: Schreibst du viele Offerten? Präsentierst du oft? Postest du regelmässig? Typische Vorlagen sind Briefpapier, Offerte, Präsentation, E-Mail-Signatur, Social-Media-Posts und Stories. Lieber wenige gute Vorlagen, die du wirklich nutzt, als ein grosses Paket, das in einem Ordner verstaubt. Für Drucksachen wie Visitenkarten oder Flyer lohnt sich unser Ratgeber Flyer gestalten lassen.
Was den Aufwand für ein Corporate Design bestimmt
Eine Preisliste können wir dir hier nicht geben, weil der Umfang sehr unterschiedlich ist. Diese Fragen verschieben den Aufwand am stärksten. Wenn du sie vor der Anfrage beantwortest, bekommst du Offerten, die du vergleichen kannst:
- Startest du neu oder wird ein bestehender Auftritt überarbeitet?
- Wird ein neues Logo entwickelt, oder bleibt das bestehende?
- Wie viele gestalterische Richtungen und Feedbackrunden sind vorgesehen?
- Welche Anwendungen und Vorlagen sollen zum Start fertig sein?
- Wie ausführlich soll der Styleguide sein, und in welchem Format?
- Braucht es Schriftlizenzen, Fotos oder ein Shooting?
Wie du Offerten und Preisfaktoren im grösseren Rahmen einordnest, liest du im Ratgeber zu den Branding-Kosten in der Schweiz.
Dein Corporate-Design-Plan
Neues Corporate Design oder Überarbeitung?
Nicht jeder Auftritt muss von vorne beginnen. Wenn dein Logo bekannt ist und gut funktioniert, reicht oft eine Überarbeitung: Farben schärfen, eine zweite Schrift dazu, Vorlagen neu aufbauen. Ein neues Corporate Design lohnt sich, wenn sich dein Angebot oder deine Kundschaft deutlich verändert hat oder wenn dein Auftritt so uneinheitlich geworden ist, dass sich Flicken nicht mehr lohnt. Halte fest, was bleiben soll, weil es erkannt wird, und was dich im Alltag am meisten stört. Mit dem Plan oben notierst du genau das. Bei wild & co. in Zürich entwickeln wir Corporate Designs als Teil unseres Brandings, persönlich vor Ort oder remote.

